Was kostet eine Website 2026? Echte Zahlen aus Oberbayern
Onepager ab 800 €, Landing Page ab 1.500 €, ganzer Auftritt ab 3.200 € — zum Festpreis. Was den Preis bewegt und woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen.
Veröffentlicht am
Die kurze Antwort
Eine von Hand gebaute Website kostet in Oberbayern ab 800 € für einen Onepager, ab 1.500 € für eine Landing Page und ab 3.200 € für einen vollständigen Auftritt — jeweils als Festpreis, vor der Zusage schriftlich. Was den Preis bewegt, ist selten die Gestaltung. Es sind der Umfang, der Zustand des vorhandenen Materials und die Eile.
Warum hier überhaupt Zahlen stehen
Auf den meisten Websites von Webdesignern steht kein Preis. Stattdessen steht dort „individuelles Angebot“ oder „Preis auf Anfrage“, und der Grund dafür ist nachvollziehbar: Jedes Projekt ist anders, und wer eine Zahl nennt, wird daran gemessen.
Trotzdem halte ich das für falsch. Wer nach dem Preis sucht, hat meistens ein Budget im Kopf und will wissen, ob er im richtigen Bereich sucht. Bekommt er keine Antwort, ruft er entweder gar nicht an — oder er ruft an, wir reden dreißig Minuten, und am Ende stellt sich heraus, dass wir um den Faktor drei auseinanderliegen. Das ist für beide Seiten verlorene Zeit.
Deshalb stehen die Zahlen hier. Es sind die, die ich verlange, und es sind Festpreise: Sie stehen vor Ihrer Zusage schriftlich im Angebot, als eine Zahl und nicht als Stundenschätzung.
Die drei Einstiegspreise
| Leistung | Ab | Wofür | Dauer |
|---|---|---|---|
| Onepager | 800 € | Der komplette Auftritt auf einer Seite. Für Handwerk, Gastronomie und Einzelunternehmen mit einem klaren Angebot. | Wenige Tage |
| Landing Page | 1.500 € | Eine Seite, ein Ziel: Anfragen aus Anzeigen. Mit Formular, Danke-Seite und Messung. | Rund eine Woche |
| Website-Relaunch | 3.200 € | Bestehender Auftritt neu gebaut, mit Bestandsaufnahme und Weiterleitungen, damit die Rankings bleiben. | Ein bis drei Wochen |
Zwei Leistungen fehlen in dieser Tabelle, und zwar mit Absicht. Eine Portfolio-Website hängt so stark an der Anzahl der Arbeiten und am Zustand der Bilder, dass eine Einstiegszahl mehr verspricht, als sie halten kann — hier rechne ich nach Sichtung des Materials. Und Sichtbarkeit ist keine einmalige Leistung, sondern eine laufende; sie wird nach Umfang vereinbart, nicht ab einer Grundgebühr.
Warum „ab“ und nicht ein fester Betrag
„Ab 800 €“ heißt nicht, dass es am Ende 2.000 werden. Es heißt, dass der Onepager für einen Betrieb mit einem Angebot, vorhandenen Bildern und einem Text, der schon im Kopf des Inhabers fertig ist, bei 800 € liegt — und dass derselbe Onepager für einen Betrieb mit vier Standorten, ohne ein einziges brauchbares Foto und ohne Texte, mehr Arbeit macht.
Der Unterschied liegt fast nie in der Gestaltung. Die wiederholt sich. Er liegt in allem davor.
Fünf Dinge bewegen den Preis — bei vier haben Sie es in der Hand
Der Umfang. Eine Seite mit sechs Unterseiten ist ein anderes Projekt als eine mit dreißig. Nicht wegen des Aussehens, sondern wegen der Texte und der Struktur dahinter.
Der Zustand dessen, was schon da ist. Eine gepflegte Seite mit klarer Ordnung ist in Tagen umgezogen. Eine über zehn Jahre gewachsene mit dreihundert Adressen, von denen die Hälfte auf dieselbe Sache zeigt, kostet allein in der Bestandsaufnahme mehr als der Neubau einer kleinen Seite.
Was an Material vorliegt. Vorhandene Texte und brauchbare eigene Fotos senken den Preis spürbar. Fehlt beides, wird geschrieben und aufbereitet, und das steht dann als eigener Punkt im Angebot — nicht versteckt im Gesamtbetrag.
Sonderfälle. Zwei Sprachen, ein Buchungskalender, eine Anbindung an die Warenwirtschaft. Alles machbar, nichts davon im Grundumfang.
Die Eile. Der einzige Punkt, den Sie nicht steuern können, wenn ein Termin feststeht. Ein Auftritt, der in einer Woche stehen muss, verdrängt anderes und kostet entsprechend.
Ein Beispiel, das es wirklich gibt
Die Praxis Dr. Ramin Haschemi in Ibbenbüren hat einen Onepager bekommen: ein Foto des Behandlungsraums, darüber der Praxisname und die Schaltfläche „Termin vereinbaren“, darunter Vita, Leistungen und Anfahrt. Keine Unterseiten, kein Redaktionssystem.
Gemessen am 17. August 2026: Das HTML wiegt 59 KB, die Seite beginnt nach 0,18 Sekunden zu laden und ist nach 0,20 Sekunden vollständig übertragen. Bei 390 Pixeln Breite — der schmalsten verbreiteten Handygröße — schiebt sich nichts seitlich aus dem Bild. Drei anrufbare Telefonlinks, vier Bilder, alle mit Alternativtext.
Das ist die Sorte Seite, für die 800 € der Einstiegspreis ist. Die ganze Geschichte steht in der Fallstudie zur Zahnarztpraxis.
Der Vergleich, der wirklich zählt: was läuft weiter?
Ein Baukasten kostet monatlich. Nehmen wir 25 € — was in der Mitte üblicher Tarife liegt, aber rechnen Sie ruhig mit Ihrem eigenen Angebot nach:
| Zeitraum | Baukasten bei 25 €/Monat | Onepager, einmalig |
|---|---|---|
| Jahr 1 | 300 € | 800 € |
| Nach 3 Jahren | 900 € | 800 € |
| Nach 5 Jahren | 1.500 € | 800 € |
| Nach 10 Jahren | 3.000 € | 800 € |
Der Baukasten ist im ersten Jahr günstiger. Ab dem dritten dreht es sich, und ab da dreht es sich immer weiter. Dazu kommt der Unterschied, der sich nicht in Euro ausdrücken lässt: Wenn Sie kündigen, ist die Baukastenseite weg. Was ich baue, gehört Ihnen — Quelltext, Inhalte und Zugänge liegen nach der Übergabe bei Ihnen, und Sie können damit zu jedem anderen Entwickler gehen.
Was nach dem Launch noch kostet
Domain und Hosting. Beides läuft auf Ihren Namen, nicht auf meinen, und beides richte ich auf Wunsch mit ein. Für eine statisch gebaute Seite ist Hosting der kleinste Posten im ganzen Vorhaben — es liegt fertiges HTML auf dem Server, es rechnet niemand beim Aufruf.
Was nicht dazukommt: eine monatliche Gebühr an mich. Kein Wartungsvertrag als Bedingung, kein Abo, keine Lizenz. Wenn Sie später etwas geändert haben wollen, rufen Sie an und bekommen dafür ein Angebot — oder Sie tun es nicht, und die Seite läuft trotzdem weiter.
Was im Preis enthalten ist — und was in vielen Angeboten fehlt
Der häufigste Grund, warum zwei Angebote für dieselbe Seite weit auseinanderliegen, ist nicht der Stundensatz. Es ist, dass sie nicht dasselbe enthalten. Diese Posten sind bei mir Teil des Festpreises, tauchen in Vergleichsangeboten aber regelmäßig als Nachtrag auf:
- Impressum und Datenschutzerklärung als eigene Seiten. Beides ist Pflicht, auch bei einem Onepager, und beides gehört in den Umfang statt in eine spätere Rechnung.
- Bilder aufbereitet. Ihre Fotos werden zugeschnitten, in zwei Größen und zwei Formaten ausgeliefert und bekommen einen Alternativtext. Ein unbearbeitetes Handyfoto wiegt schnell vier Megabyte — das ist der Unterschied zwischen einer Seite, die im Funkloch lädt, und einer, die es nicht tut.
- Schriften auf Ihrem eigenen Server. Google Fonts über deren Server einzubinden, ist in Deutschland abgemahnt worden (LG München I, 20. Januar 2022, Az. 3 O 17493/20). Lokal eingebunden kostet es nichts extra — nachträglich umgestellt schon.
- Das Google-Unternehmensprofil, eingerichtet oder überarbeitet und mit der Seite verknüpft. Für einen Betrieb im Landkreis ist es oft der größere Hebel als die Website selbst.
- Weiterleitungen beim Relaunch, damit jede alte Adresse auf ihrem Nachfolger landet. Das ist der Posten, dessen Fehlen man erst drei Monate später merkt — an den Rankings.
- Die Übergabe. Quelltext, Inhalte und Zugänge, dazu eine Einweisung.
Nicht enthalten sind Dinge, die laufend Geld kosten oder laufend gepflegt werden müssen: ein Redaktionssystem, ein Shop, Anzeigenbudgets, gekaufte Bilder. Sie sind möglich, sie stehen dann aber als eigener Punkt im Angebot, damit Sie sie einzeln abwählen können.
Warum die Ladezeit ein Kostenfaktor ist
Eine langsame Seite ist keine ärgerliche Kleinigkeit, sie ist bezahlte Reichweite, die nicht ankommt. Wer aus einer Anzeige kommt und drei Sekunden wartet, ist wieder weg — bezahlt haben Sie den Klick trotzdem. Im Landkreis Miesbach kommt dazu, dass zwischen Hausham und Bayrischzell nicht überall LTE anliegt.
Deshalb baue ich statisch: Das HTML liegt fertig auf dem Server, es rechnet niemand beim Aufruf. Die drei Kundenseiten, die ich bisher gemessen habe, liegen bei 57, 59 und 60 KB und sind nach 0,20 bis 0,26 Sekunden vollständig übertragen. Das ist kein Kunststück, für das man mehr bezahlen müsste — es ist schlicht die Folge davon, wegzulassen, was nicht gebraucht wird.
Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen
- Ein Preis ohne Umfang. „Website ab 499 €“ ohne Angabe, wie viele Seiten, wer die Texte schreibt und was mit den Bildern passiert, ist keine Zahl, sondern ein Köder.
- Eine Stundenschätzung statt eines Festpreises. Wer Stunden abrechnet, verlagert das gesamte Risiko auf Sie.
- Eine versprochene Position bei Google. Niemand kann Platz 1 zusagen, und wer es tut, verkauft Ihnen entweder etwas anderes oder nichts.
- Eine Conversion-Rate im Angebot. Ohne Ihr Angebot, Ihren Preis und Ihren Markt zu kennen, ist jede genannte Zahl geraten.
- Kein Wort zur Übergabe. Fragen Sie ausdrücklich, wem Domain, Quelltext und Zugänge hinterher gehören. Die Antwort entscheidet, ob Sie in fünf Jahren noch frei sind.
Wie Sie den Preis senken, bevor Sie anfragen
Drei Dinge, die vor dem Erstgespräch mehr bringen als jedes Verhandeln:
- Eigene Fotos sammeln. Vom Betrieb, vom Team, von fertigen Arbeiten. Auch Handyfotos taugen, wenn sie hell und scharf sind. Bilddatenbanken sind bequem und sehen genau danach aus.
- Aufschreiben, was Sie tatsächlich anbieten — in der Sprache Ihrer Kunden, nicht in Branchenbegriffen. Das muss kein fertiger Text sein. Stichpunkte genügen und sparen den größten Einzelposten.
- Entscheiden, was die Seite bewirken soll. Anrufe? Terminanfragen? Bewerbungen? Eine Seite, die alles gleichzeitig will, wird länger, teurer und wirkt am Ende weniger.
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Vorhaben in dieser Spanne liegt: Ein Erstgespräch dauert zwanzig bis dreißig Minuten und kostet nichts. Danach bekommen Sie Umfang, Termin und Preis schriftlich — und können in Ruhe entscheiden.
Dazu passt
- Leistungen — alle fünf Leistungen im Überblick, mit Ablauf und Festpreis
- Onepager — der komplette Auftritt auf einer Seite
- Landing Page — eine Seite, ein Ziel: Anfragen aus Ihren Anzeigen
- Website-Relaunch — bestehende Seite neu gebaut, ohne bei Google zu verschwinden
- Sichtbarkeit — gefunden werden — Unternehmensprofil, Bewertungen, Messung
Wer soll Sie
finden?
Erzählen Sie mir, wen Sie erreichen wollen. Das Erstgespräch ist kostenlos und dauert selten länger als eine halbe Stunde — danach wissen Sie, was Ihre Seite kostet und wann sie online ist.
83714 Miesbach