Websites für Zahnarztpraxen
Wer eine Praxis sucht, sucht selten aus Neugier. Er hat Schmerzen, ist umgezogen oder braucht einen Eingriff, für den der Hauszahnarzt nicht ausgestattet ist. In allen drei Fällen ist das Ziel dasselbe und sehr eng: ein Termin.
Alles, was zwischen Aufruf und Termin steht, kostet Patienten.
Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit und ist der am häufigsten verletzte Grundsatz auf Praxisseiten. Zwischen dem Aufruf und der Terminanfrage stehen dort im Schnitt drei bis fünf Dinge, die niemand gelesen hat.
Ein Begrüßungstext, der mit „Herzlich willkommen auf unserer Homepage" beginnt. Eine Bildergalerie mit Praxisräumen, bevor klar ist, was hier überhaupt behandelt wird. Ein Menü mit vierzehn Punkten, in dem „Kontakt" an letzter Stelle steht. Und eine Telefonnummer, die als Grafik eingebaut ist, damit „keine Spam-Roboter sie finden" — auf dem Handy also nicht antippbar, für den Menschen mit Zahnschmerzen um 23 Uhr keine Hilfe.
Die zweite Eigenart betrifft alles, was über eine Kontrolle hinausgeht. Bei einem chirurgischen Eingriff entscheidet nicht der Preis, sondern das Zutrauen. Wer sich einen Weisheitszahn oder ein Implantat setzen lässt, vergleicht keine Angebote — er sucht jemanden, dem er das zutraut. Eine Praxisseite muss deshalb gleichzeitig schnell zum Punkt kommen und belegen, dass hier jemand sitzt, der das kann.
Diese beiden Ziele ziehen in entgegengesetzte Richtungen. Wer den Termin ganz nach vorn stellt, wirkt schnell wie eine Kette. Wer die fachliche Tiefe nach vorn stellt, verliert die Hälfte der Besucher, bevor sie den Terminknopf sehen. Die Lösung liegt nicht in einem Kompromiss zwischen beidem, sondern in der Reihenfolge: erst die Handlung anbieten, dann die Gründe liefern — für alle, die noch welche brauchen.
Heilberufe dürfen nicht alles, was Handwerk darf.
Für Praxen gilt das Heilmittelwerbegesetz. Es erlaubt sachliche Information und verbietet Irreführung — und es macht ein paar Bausteine unbrauchbar, die auf gewerblichen Websites zum Standard gehören. Wer das erst nach dem Launch erfährt, baut zweimal.
Erfolgsversprechen fallen weg. „Garantiert schmerzfrei" oder „100 % Erfolgsquote" suggerieren einen sicheren Behandlungserfolg und sind damit unzulässig. Das trifft auch abgeschwächte Formen, die Textvorlagen gern anbieten — Formulierungen, die eine Wirkung zusichern, statt sie zu beschreiben.
Vorher-Nachher-Bilder sind eine Abwägung, kein Verbot. Bei medizinisch indizierten Behandlungen — einer Gebisssanierung mit Implantaten und Kronen etwa — sind sie grundsätzlich zulässig. Bei rein ästhetischen Eingriffen ohne medizinische Notwendigkeit sind sie es nicht. Diese Grenze verläuft mitten durch das Leistungsspektrum vieler Praxen, und sie gehört vor dem Bildkonzept geklärt, nicht danach.
Patientenbewertungen brauchen eine Freigabe. Eine Google-Bewertung oder ein Dankesschreiben darf nicht einfach als Werbematerial auf der Praxisseite landen. Das ist der Punkt, an dem Abmahnungen am häufigsten ansetzen — und der am leichtesten zu lösen ist, wenn man vorher fragt.
Und Titel müssen exakt stimmen. Irreführende Qualifikationsbezeichnungen gehören zu den häufigsten Beanstandungen auf Arzt-Websites. Das ist besonders unangenehm, weil die Qualifikation gleichzeitig das stärkste Vertrauensargument der Seite ist: Ausgerechnet der Baustein, der am meisten wirkt, ist der, bei dem eine Ungenauigkeit am teuersten wird.
Das ist kein Rechtsrat, und ich gebe keinen. Es ist die Zusage, dass diese Fragen vor dem Schreiben auf dem Tisch liegen und nicht nach dem Launch — und dass ich Ihnen sage, wenn ein Wunsch heikel ist, statt ihn stillschweigend umzusetzen. Im Zweifel entscheidet Ihre Kammer oder ein Fachanwalt, nicht ich.
Was daraus für den Aufbau folgt.
Die Handlung steht im ersten Bild. Praxisname und „Termin vereinbaren", sonst nichts. Neunzig Prozent der Besucher haben genau das vor; sie müssen dafür nicht scrollen.
Die Telefonnummer liegt parallel dazu und mehrfach. In der Kopfzeile, im Kontaktabschnitt und als eigener Menüpunkt „Anrufen" — auf dem Handy drei anrufbare Stellen, jede eine Berührung entfernt. Wer Schmerzen hat, tippt keine Nummer ab.
Die Vita bekommt einen eigenen Abschnitt, nicht einen Absatz. Bei einem Eingriff ist die Ausbildung der behandelnden Person die Information, die zählt — und die einzige, die eine Praxisseite liefern kann und ein Bewertungsportal nicht. Sie steht sachlich da: Stationen, Schwerpunkte, Zeiträume. Das ist zugleich die Form, die rechtlich unproblematisch ist.
Die Bilder zeigen Ihre Räume, nicht Bilddatenbank-Zähne. Wer vor einem Eingriff nervös ist, will wissen, wo er landet. Ein Foto des eigenen Behandlungsraums beantwortet das besser als drei Absätze über Wohlfühlatmosphäre — vorausgesetzt, es ist der eigene Raum. Deshalb gehört zu einem solchen Projekt immer die Bitte um eigene Aufnahmen.
Und die Reihenfolge folgt den Fragen der Patienten: Wer sind Sie, was machen Sie, wie komme ich hin. Über uns, Leistungen, Kontakt mit Anfahrt — in dieser Folge, weil Menschen in dieser Folge fragen.
Dr. Ramin Haschemi, Ibbenbüren.
Eine Zahnarzt- und oralchirurgische Praxis, gut sechshundert Kilometer von meinem Schreibtisch entfernt. Genau deshalb ist sie hier der passende Beleg: Bei einer Praxisseite spielt die Entfernung keine Rolle, wenn die Absprachen eindeutig sind.
Gebaut wurde ein Onepager — die ganze Praxis auf einer Seite, das Wartezimmerfoto bildschirmfüllend, darüber der Praxisname und „Termin vereinbaren". Darunter Vita, oralchirurgischer Schwerpunkt und Anfahrt. Gemessen am 17. August 2026: 59 KB HTML, Ladebeginn nach 0,18 Sekunden — der schnellste der drei Auftritte —, kein waagerechter Überlauf bei 390 Pixeln, drei Telefonlinks, und alle vier Bilder mit Alternativtext.
Terminzahlen liegen mir nicht vor, deshalb stehen hier keine. Die Fallstudie beschreibt, warum die Terminanfrage im ersten Bild steht und wie die Abschnitte angeordnet sind.
Dr. Ramin Haschemi
Fallstudie lesenWarum eine Seite meistens reicht.
Für eine Einzelpraxis mit klarem Schwerpunkt ist der Onepager die richtige Form. Es gibt selten etwas, wofür sich eine eigene Unterseite lohnen würde — und jeder Sprung zwischen Seiten ist eine Gelegenheit zum Abspringen.
Anders liegt es bei einer Gemeinschaftspraxis mit mehreren Behandlern und getrennten Schwerpunkten, oder wenn eine gewachsene Seite abgelöst werden soll, die bereits gefunden wird. Dann ist es ein Relaunch, bei dem jede alte Adresse ihr Ziel behält — bei einer Praxis, die seit Jahren unter denselben Links in Verzeichnissen steht, ist das keine Kleinigkeit.
Der Ablauf ist in beiden Fällen derselbe: ein Erstgespräch, danach Umfang, Termin und Preis schriftlich — eine Zahl, keine Stundenschätzung. Bei einer Praxis kommt ein Schritt hinzu, den ich bei Gewerbebetrieben nicht brauche: Vor dem Schreiben klären wir, welche Aussagen, Bilder und Zitate zulässig sind. Das kostet eine halbe Stunde und erspart die Runde, in der nach dem Launch Sätze wieder herausgenommen werden.
Was am Ende steht, gehört Ihnen — Quelltext, Inhalte, Domain, ohne laufende Gebühr. Und weil eine Praxisseite keine Nachrichtenseite ist, verlangt sie danach auch nichts von Ihnen: Sie steht, sie lädt, und sie ist in drei Jahren noch richtig.
In drei Wochen erreichbar.
Von der ersten Nachricht bis zur fertigen Seite vergehen in der Regel ein bis drei Wochen. Ihr Aufwand dabei: ein Gespräch und zwei Rückmeldungen.
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Schritt 01
Erstgespräch
20–30 Minuten am Telefon oder bei Ihnen vor Ort. Was Sie anbieten, wen Sie erreichen wollen und wonach diese Leute suchen. Kostenlos und unverbindlich.
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Schritt 02
Angebot & Festpreis
Sie bekommen Umfang, Termin und Preis schriftlich. Eine Zahl, keine Stundenschätzung. Erst wenn Sie zusagen, fange ich an.
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Schritt 03
Umsetzung
Aufbau, Texte und Bilder — das meiste übernehme ich. Sie sehen den Zwischenstand über einen privaten Link und sagen, was noch anders soll.
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Schritt 04
Launch & Übergabe
Die Seite geht auf Ihre Domain, wird bei Google angemeldet und mit Ihrem Unternehmensprofil verknüpft. Danach eine kurze Einweisung — die Zugänge liegen bei Ihnen.
Wer soll Sie
finden?
Erzählen Sie mir, wen Sie erreichen wollen. Das Erstgespräch ist kostenlos und dauert selten länger als eine halbe Stunde — danach wissen Sie, was Ihre Seite kostet und wann sie online ist.
83714 Miesbach